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Infobrief Wirtschaftsdeutsch Ausgabe 2006-8

 

INFOBRIEF WIRTSCHAFTSDEUTSCH: 
*10. JAHRGANG* Nr. 8-2006
Eine Serviceleistung des INSTITUTS FÜR INTERNATIONALE KOMMUNIKATION (IIK Düsseldorf e.V.) im FORUM WIRTSCHAFTSDEUTSCH 

ISSN 1439-3697 (E-Mail-Infobrief)
ISSN 1439-3700 (Internet-Archiv)
Archiv: http://www.wirtschaftsdeutsch.de/infodienst

 

=> Hinweis: Archivlinks werden nicht mehr aktualisiert <=

 

Düsseldorf, den 27. Oktober 2006,  Ausgabe 8-2006

Überblick

Vorwort

1 Wirtschaft aktuell:
- Zähneklappern in deutschen Airbuswerken
- Siemens und die BenQ-Pleite
- Deutsche Post versorgt britische Krankenhäuser
- Erster Dentaldiscounter eröffnet seine Pforten
- Deutsche Verbraucher wieder in Kauflaune
- Sportschuhe "Made in Germany"
- Studie zur Unternehmenskorruption

*** In eigener Sache: WiDaF-Test und WiDaF-Testvorbereitung

2 Korrespondenz: Anrede- und Schlussformeln in Briefen

3 Materialbörse I: Textbausteine zur Protokollführung

*** In eigener Sache: Abendkurs Wirtschaftsdeutsch

4 Unterrichtsthema: Unternehmensinsolvenz

5 Materialbörse II: Ratespiel "Sag's anders", Kartenset Börse

6 Etymologie: Woher stammt eigentlich...der Begriff "Börse"?

*** In eigener Sache: Tag der Forschung an der Uni Düsseldorf

7 Aktuelle Stellenangebote

8 Pinnwand:
- Expolingua Prag 2006
- Expolingua Berlin 2006
- Weiterbildung Educational Media
- Qualitätssiegel für Sprachreisen
- Studie Jugend und Wirtschaft
- 5. Ausgabe von DIW@school erschienen
- Kunstaktion: "Google will eat itself"

Impressum

 

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Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,

Mark Twain hat einmal geschrieben, dass der Oktober einer der besonders gefährlichen Monate sei, um mit Wertpapieren zu spekulieren. - Die anderen seien Juli, Januar, September, April, November, Mai, März, Juni, Dezember, August und Februar.

Die Börsianer scheinen aber derzeit diese Warnung recht sorglos in den Wind zu schlagen. Der indische Sensex-30, der spanische IBEX-30, der Schweizerische SMI und auch das Flaggschiff der Börsenindizes, der Dow Jones, konnten diesen Monat stolz ein Allzeithoch verkünden.

Anlass genug, sich des Themas "Börse" auch einmal im Infobrief anzunehmen. Wir sind deshalb zunächst einmal der Geschichte des Begriffs "Börse" nachgegangen und haben - in Anknüpfung an das im Infobrief 5 vorgestellte Ratespiel "Sag es anders" - ein entsprechendes Kartenset zum Börsenwortschatz zusammengestellt.
In der Dezemberausgabe werden weitere Materialien folgen.

Dass es aber nicht immer nur aufwärts gehen muss, zeigt die Pleite des Handy-Herstellers BenQ-Mobile, die in den letzten Wochen die Gemüter in Deutschland erregte. Der eingesetzte Insolvenzverwalter versucht gerade zu retten, was noch zu retten ist, doch die meisten Beschäftigten dürften sich wohl bald beim Arbeitsamt wiederfinden (Siehe Wirtschaft aktuell).
Allgemeine Informationen zum Komplex "Unternehmensinsolvenz" hat Ihnen Bettina Küpper-Latusek zusammengestellt ("Unterrrichtsthema").

Wenn Sie mehr an praktischen Tipps für den beruflichen Alltag interessiert sind, dann schauen Sie doch einmal in die Beiträge 2 und 3. Dort finden Sie Tipps zum E-Mail-Verkehr und zum Verfassen von Protokollen.

Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen

Ihr
Udo Tellmann

 

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1. Wirtschaft aktuell

*** Zähneklappern in deutschen Airbuswerken
Seit Wochen sorgen die Spar- und Umstrukturierungspläne des krisengeschüttelten Airbus-Konsortiums für Schlagzeilen. Wird der A380 bald komplett in Toulouse gebaut? Und was bleibt dann für die deutschen Standorte übrig?
http://www.welt.de/data/2006/10/02/1058346.html

Die Bundesregierung erwägt sogar eine finanzielle Beteiligung beim Mutterkonzern EADS, um deutsche Interessen zu wahren:
http://www.welt.de/data/2006/09/30/1056671.html

*** Siemens und die BenQ-Pleite
Gerade ein Jahr ist es her, dass Siemens mit großem Getöse seine Handysparte dem taiwanesischen Konzern Benq vermachte - mit fast 400 Millionen Euro Startgeld als Zugabe. Nun hat BenQ-Mobile Insolvenz beantragt und das Vorzeigeunternehmen Siemens hat ein dickes Imageproblem. (Fernsehbeitrag):
http://www.wdr.de/themen/wirtschaft/wirtschaftsbranche/
benq/_mo/video_060928_siemens.jhtml

*** Deutsche Post versorgt britische Krankenhäuser
Ein richtig dicker Fisch: Ab Oktober 2006 übernimmt DHL, eine Logistik-Tochter der Deutschen Post, für 10 Jahre die Versorgung der 600 staatlichen Kliniken mit Medikamenten und medizinischem Gerät:
http://www.netzeitung.de/wirtschaft/
unternehmen/437846.html

Die britischen Gewerkschaften sind "not amused": http://www.netzeitung.de/wirtschaft/
unternehmen/440616.html

*** Erster Dentaldiscounter eröffnet seine Pforten
Das Unternehmen MC Zahn will das deutsche Gesundheitswesen in Schwung bringen. In über 400 Filialen soll künftig Zahnersatz zum Nulltarif angeboten werden:
http://www.wdr.de/themen/wirtschaft/wirtschaftsbranche/
mczahn/index.jhtml

*** Deutsche Verbraucher wieder in Kauflaune
Die Deutschen stürmen die Geschäfte wie seit langem nicht mehr. Ein langfristiger Trend oder doch nur ein durch die bevorstehende Mehrwertsteuererhöhung im kommenden Jahr angefachtes Strohfeuer?
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/21/0,1872,3983253,00.html

*** Sportschuhe "Made in Germany"
Ob Nike, Adidas oder Puma: Die großen Sportschuhhersteller lassen mittlerweile fast nur noch in Billiglohnländern produzieren. Zwei Sportschuhhändler wollen nun beweisen, dass auch am Standort Deutschland gewinnbringend produziert werden kann:
http://www.wams.de/data/2005/08/28/766531.html

*** Studie zur Bestechung bei Auslandsaufträgen
Trotz staatlicher Verbote ist Bestechung eine beliebtes Mittel von Unternehmen, um Auftrage zu ergattern. Besonders negativ tun sich nach einer Studie von Transparency International aufstrebende Exportmächte wie Indien, China und Russland hervor:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,440745,00.html

 

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*In eigener Sache*
WiDaF-Test und Testvorbereitung

Im Dezember bietet das IIK Düsseldorf noch einmal einen Termin für den von der deutsch-französischen Industrie- und Handelskammer entwickelten Test zum Nachweis berufsbezogener Deutschkenntnisse an.
Wer sich auf diesen Test gezielt vorbereiten möchte, hat die Möglichkeit, ein entsprechendes Vorbereitungstraining zu besuchen:

Termin der Testvorbereitung: 21.11. - 14.12.2006
Termin WiDaF-Test: 16.12.2006

Weitere Informationen unter:
http://www.iik-duesseldorf.de/sprachkurse/
wirtschaftsdeutsch/widaf.php

Fragen beantwortet Ihnen gerne Udo Tellmann.
Email: tellmann@iik-duesseldorf.de

 

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2. Korrespondenz:
Anrede- und Schlussformeln im E-Mail- und Schriftverkehr
von Udo Tellmann, IIK Düsseldorf

Wer kennt das nicht - man möchte noch ganz schnell eine kurze E-Mail an einen Geschäftspartner, den Professor oder an die Stadtverwaltung schreiben - und gerät schon ins Stocken, bevor es richtig losgeht.

Wie soll ich nur mein Gegenüber ansprechen? Mit einem lockeren "Hallo", einem beherzten "Guten Tag" oder vielleicht doch lieber mit dem seriösen "Sehr geehrte/e....", auch wenn es etwas steif wirkt?

Und am Ende der Mail das gleiche Problem. Soll ich meinem Gesprächspartner zum Abschied ein paar aufmunternde Worte mit auf den Weg geben, ihm einen "Guten Start in die neue Woche" oder "Viel Energie fürs neue Semester" wünschen? - Oder belasse ich es einfach mal wieder bei "Freundlichen Grüßen"?

Angela Stoll hat zu diesem Thema einen interessanten Artikel verfasst und einige Experten zu den neuesten Trends befragt:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/
detail.php/984659

Einen Überblick über die derzeit gebräuchlichsten Anrede- und Grußformeln (z.T. mit Kommentaren zum Gebrauch) finden Sie in unserer Materialbörse:
http://www.wirtschaftsdeutsch.de/materialboerse/
korrespondenz-anrede.pdf

(29 KB)
http://www.wirtschaftsdeutsch.de/materialboerse/
korrespondenz-anrede.doc

(46 KB)

Einfacher ist die Sache beim Schriftverkehr mit Behörden und Amtsträgern. In diesem Falle empfiehlt es sich, den offiziellen Sprachregelungen zu folgen, die u.a. im "Ratgeber für Anschriften und Anreden" des Bundesinnenministerium aufzufinden sind (Rubrikenleiste links):
http://www.protokoll-inland.de

 

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3. Materialbörse I:
Textbausteine zur Protokollführung
von Udo Tellmann, IIK Düsseldorf

Das 4-seitige Arbeitsblatt enthält neben allgemeinen Hinweisen zu den Inhalten und den sprachlich/stilistischen Besonderheiten von Protokollen ein Beispiel für den Aufbau eines Protokollkopfes und einer Tagesordnung sowie zahlreiche Textbausteine (Wiedergabe von Diskussionsbeiträgen und Diskussionsverläufen, von Beschlüssen, Ankündigungen usw.):

http://www.wirtschaftsdeutsch.de/materialboerse/
textbausteine-protokoll.doc

(93 KB)
http://www.wirtschaftsdeutsch.de/materialboerse/
textbausteine-protokoll.pdf

(43 KB)

Da ein reines Ergebnisprotokoll sprachlich nicht besonders anspruchsvoll ist, wurden in dem Arbeitsblatt nur Textbausteine für die Abfassung eines Verlaufsprotokolls aufgenommen, auch wenn in der beruflichen Praxis - wie z.B bei Büro- und Teambesprechungen - eher die Form des Ergebnisprotokolls dominiert.

 

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*In eigener Sache*
Abendkurs Wirtschaftsdeutsch:
"Unternehmensgründung"

In dem letzten im Jahr 2006 stattfindenden Abendkurs Wirtschaftsdeutsch werden die einzelnen Schritte einer Existenzgründung behandelt.

Anhand der thematischen Schwerpunkte des Kurses:

- Wahl einer geeigneten Unternehmensrechtsform,
- Entwicklung einer Geschäftsidee,
- Finanzierungsmöglichkeiten und Gründungsformalien

werden die erforderlichen sprachlichen Strukturen und Redemittel vermittelt, Strategien der Ideen- und Entscheidungsfindung vorgestellt und kommunikative Fertigkeiten wie Diskutieren und Verhandeln geübt.

Weitere Informationen unter:
http://www.iik-duesseldorf.de/archiv/2006/kurse/
11twa4/programm.php

Fragen beantwortet Ihnen gerne Udo Tellmann.
Email: tellmann@iik-duesseldorf.de

 

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4. Unterrichtsthema: Unternehmensinsolvenz
von Dr. Bettina Küpper-Latusek,
Sprach- und Kommunikationstrainerin

Der Begriff Insolvenz bezeichnet das Unvermögen eines Unternehmers, eines Unternehmens oder mittlerweile auch einer Privatperson, seinen Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen, also mit anderen Worten, die Tatsache, dass er seine Rechnungen oder Kredite nicht bezahlen kann.
Es gibt für die Abwicklung einer Insolvenz ein besonderes Verfahren, das sogenannte Insolvenzverfahren.

Früher nannte man dieses Verfahren Konkurs und es gab kaum eine Möglichkeit, einen Konkurs wirtschaftlich zu überleben. Das neue Verfahren der Insolvenz soll dagegen mehr Unternehmen in die Lage versetzen, diese Situation zu überleben.

Eine Insolvenz ist für den betroffenen Betrieb immer ein erheblicher Einschnitt, der möglicherweise die Aufgabe des gesamten Betriebes oder einiger Teile davon mit sich bringt.

Die Situation, dass Menschen, die sich als Akteure in einem Markt bewegen, Fehler begehen, sich und die Stärke ihres Unternehmens überschätzen und dann in die Situation geraten, eigene Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen zu können oder sogar völlig unverschuldet zahlungsunfähig werden, weil ihre Schuldner sich viel Zeit lassen oder auch gar nicht bezahlen, ist kein Phänomen der heutigen Zeit - aber eine Erscheinung, die immer mehr Menschen betrifft.

Ein relativ neues Phänomen ist, dass auch zunehmend Privatleute, die zwar nicht als Unternehmer, aber als dem Marktgeschehen nicht gewachsene Konsumenten am Wirtschaftskreislauf beteiligt sind, sich in einer Situation wiederfinden, in der sie ihre alltäglichsten Rechnungen nicht mehr bezahlen können.

Wie aber kommt es dazu? Und wie kann man wieder aus dieser Situation herausfinden?

*** Unterrichtsentwurf:

1.) Beleuchten Sie die Geschichte eines Unternehmens, das in die Insolvenz geraten ist.

2.) Versuchen Sie herauszufinden, was mögliche Gründe für die Insolvenz gewesen sein können. Dazu gibt es eine Reihe von interessanten Publikationen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit auf:
http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Mittelstand/
Unternehmensfuehrung/insolvenz.html

Betroffen sind häufig die Unternehmen des Mittelstandes, die sogenannten KMU.
Zur wirtschaftlichen Lage des Mittelstandes und von Selbständigen, die von Insolvenz betroffen sind, gibt es Informationen unter:
http://www.bds-dgv.de/wDeutsch/themen/
insolvenzen.shtml

3.) Wie ist die gesamtwirtschaftliche Situation heute und gestern?
Graphiken zur Entwicklung der Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen (2000-2006) sowie zu den damit einhergehenden Arbeitsplatzverlusten stellt die "Creditreform Wirtschafts- und Konjunkturforschung" bereit (Rubrikenspalte links unter "Creditreform Analysen):
http://www.creditreform.de/Deutsch/Creditreform/
Aktuelles/Creditreform_Analysen/index.jsp

Das Bundesamt für Statistik bietet wie gewohnt ein nacktes Zahlenwerk dazu an.
Insolvenzen nach ausgewählten Wirtschaftszweigen und Rechtsformen:
http://www.destatis.de/basis/d/insol/insoltab1.php

Insolvenzen nach Schuldnerarten (Unternehmen, Verbraucher, ehemals Selbständige):
http://www.destatis.de/indicators/d/ins110ad.htm

4.) Und wie funktioniert das neue Insolvenzverfahren? Wie kann ein insolventes Unternehmen saniert werden?
http://sanierungsberatung.gib-nrw.de/insolvenzverfahren/
schaubilder/Ablaufplan.pdf/view

 

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5. Materialbörse II:
Ratespiel "Sag es anders":
Wortkarten zum Thema Börse
von Udo Tellmann, IIK Düsseldorf

In Infobrief Nr. 5/6 wurde bereits ausführlich das Gruppenratespiel "Sag es anders" vorgestellt:
http://www.wirtschaftsdeutsch.de/infodienst/
2006/kww-info5-2006.php#3

Neu aufgenommen wurden nun 105 Wortkarten zum Themenfeld "Börse", von A wie "Aktie" bis X wie "Xetra".
Da sicherlich nicht alle Kursteilnehmer Börsenprofis sein dürften, wurde auf solch fachspezifische Begriffe wie den "Hexensabbat" (Tag, an dem an der Terminbörse EUREX die Futures und Optionen auf den DAX sowie Optionen auf Aktien auslaufen) oder das "Windhundverfahren" (Form der Zuteilung bei Neuemissionen, bei der die Chance auf Zuteilung umso größer ist, je eher die Zeichnung erfolgt) verzichtet.

Aufgenommen wurden diesmal hingegen auch einige englische Begriffe wie "Broker", "Blue Chips" und bekannte Abkürzungen wie "FED", "TecDaX". Die entsprechenden Wortkarten befinden sich am Ende des Kartensets:

http://www.wirtschaftsdeutsch.de/materialboerse/
spiel-sag-es-anders-boerse.doc

(140 KB)
http://www.wirtschaftsdeutsch.de/materialboerse/
spiel-sag-es-anders-boerse.pdf

(67 KB)

 

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6. Etymologie:
Woher stammt eigentlich ... der Begriff "Börse"?
von Udo Tellmann, IIK Düsseldorf

Der Begriff "Börse" hat bekanntlich zwei Bedeutungen. Einmal ist damit das meist plattgesessene Behältnis gemeint, in dem wir unser mühsam erworbenes Geld bei uns tragen, und zum anderen bezeichnet "Börse" den Treffpunkt der Bullen und Bären, die Arena, in der um die Kurse von Aktien und Wertpapieren gefeilscht wird.

Zunächst einmal zum Begriff der "Geldbörse":

Der Begriff "Börse" leitet sich ab aus dem lateinischen Wort "byrsa", die Bezeichnung für "Fell" oder "abgezogene Haut". Im neunten Jahrhundert taucht es dann im Althochdeutschen als "bursa" und im Mittelniederländischen als "borsa" in der Bedeutung "Geldsäckchen, Geldbeutel" auf.

Im deutschsprachigen Raum erfolgte dann allerdings im Frühneuhochdeutschen ein Bedeutungswandel.
In dieser Zeit wurden das Wort "burse", "bursze" oder "borse" in erster Linie als Bezeichnung für die aus einer gemeinsamen Kasse (Stiftung) versorgten Studentengemeinschaften verwendet. Durch Lautverschiebung entwickelte sich daraus dann das Wort "Bursche".
In der Bedeutung "Geldbeutel" kehrte der Begriff erst wieder im 18.Jahrhundert als Importware aus den Niederlanden ("beurs") nach Deutschland zurück und wird seitdem vornehmlich in Form des verdeutlichenden Kompositums "Geldbörse" benutzt.

Warum aber erhielt die Institution "Börse" den gleichen Namen wie das eher mickrig aussehende Portemonnaie?

Es wird vermutet, dass eine belgische Kaufmannsfamilie, die zu Beginn des 15. Jahrhunderts in Brügge lebte, für diese Begriffsübertragung verantwortlich zeichnet.

Die besagte Patrizierfamilie führte in ihrem Wappen drei Geldbeutel und trug deshalb den Beinamen "van de Borse". Ihr Haus grenzte direkt an einem Marktplatz, auf dem sich in unregelmäßigen Abständen reiche italienische Händler trafen, um mit Waren aller Art zu handeln. Bald wurde sowohl der Platz selber als auch die Zusammenkünfte der Kaufleute "borse" genannt.

Im Jahr 1531 ging die Bezeichnung dann auf ein in Antwerpen errichtetes Handelshaus über und noch im gleichen Jahrhundert wird das niederländische Wort "borse" für Handelzusammenkünfte sowie für die Gebäude, in denen diese stattfinden, auch ins Deutsche übernommen.

(nach: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, 4.Aufl., DTV: München 1999)

 

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*In eigener Sache*
Tag der Forschung an der Heinrich-Heine-Universität
Düsseldorf

Nun schon zum 12. Mal kann die interessierte Öffentlichkeit zum Tag der Forschung einen Einblick in die Vielfalt der Forschungsaktivitäten der Universität nehmen.

In Vorträgen, Führungen, Demonstrationen und Ausstellungen werden hochaktuelle Themen aus dem gesellschaftlichen, politischen und sozialen Bereich, aber auch Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten präsentiert.
Interessant für Familien: Es gibt auch ein vielfältiges Programm für Kinder und Jugendliche.

Das IIK Düsseldorf ist mit einem eigenen Stand im Gebäude 22.01 (Roy-Lichtenstein-Halle), Ebene 00, Foyer vertreten. Interessierte können sich hier zwischen 10:00 und 18:00 Uhr am IIK-Stand und bei Vorträgen über folgende Themen informieren:

- Sprachtests Englisch für Studium und Beruf
(Vortrag und Schnupperprüfung);
- Das Training interkultureller Kompetenz
(Vortrag mit Demo);
- Tests Deutsch als Fremdsprache für Studium und Beruf
(Vortrag und Demo zu den Computerprüfungen);
- Bedarfsorientierte Fremdsprachentrainings für Firmen/
Weiterbildung zum zertifizierten Firmentrainer
(Vortrag).

Das Gesamtprogramm des "Tages der Forschung" finden Sie hier:
http://www.uni-duesseldorf.de/home/Forschung/TagderFor
schung/TdF06/Dokumente/TdF_2006_Programm.pdf

 

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7. Aktuelle Stellenangebote

Deutschland

Frankfurt/Rhein-Main-Gebiet
Das Sprachtrainingsinstitut "Deutschpartner" sucht erfahrene DaF-Trainer/innen mit und ohne Wirtschafts-DaF-Kompetenz. Bedingungen: Muttersprachler/in, Unterrichtserfahrung und Hochschulabschluss.
Anzeige vom 16.10.2006:
http://www.hueber.de/sixcms/list.php?
page=jobboerse_daf

Karlsruhe/ Baden
Die "Aprendo-Sprachschulungen GmbH" sucht eine Lehrkraft für die Erteilung von Sprachunterricht Deutsch als Fremdsprache für Erwachsene (Umgangssprache und Geschäftssprache, Vorbereitung auf Sprachprüfungen) sowohl im Gruppenunterricht als auch im Einzeltraining.
Zunächst befristet bis 31.12.2006.
Referenznummer: 10000-1004619111-S
http://jobboerse.arbeitsagentur.de/vam/vamController/
ReferenznummernsucheAS/anzeigeReferenznummernsuche

Trier
Das CDC Saarbrücken sucht qualifizierte DaF-Trainer/innen auf freiberuflicher Basis für Firmenschulungen (Einzel-, Gruppen-, Seminartraining).
Voraussetzung u.a.: Studium bzw. Qualifikation sowie Erfahrung in der Erwachsenenbildung und Kenntnisse im Bereich DaF:
http://www.cdc.de/de/wirueberuns/jobs_de/job_220.htm

*** Ausland

Bratislava, Slowakische Republik
Die private Sprachschule International House Bratislava sucht für die Zeit vom November 2006 bis Juni 2007 Verstärkung für ihre Deutschabteilung.
Gesucht werden muttersprachliche DaF- Lehrer/innen mit Unterrichtserfahrung:
http://www.deutsch-als-fremdsprache.de/austausch/
forum/read.php?6,40859

Changzhou, China
Ein deutsches Institut für internationale Bildungskooperation an einer FH sucht für die Universität in Changzhou ab 01.03.2007 eine/n Lehrer/in "Deutsch als Fremdsprache".
Aufgaben: Ausbildung von chinesischen Studenten im Fach Deutsch als Fremdsprache in Vorbereitung des fortzuführenden Studiums in Deutschland in den Fachrichtungen BWL, Mechatronik, Chemie- und Umwelttechnik.
Voraussetzungen: abgeschlossenes Hochschulstudium, Zusatzqualifikation "DaF" bzw. längjährige Berufserfahrung und gute Englischkenntnisse.
Referenznummer: 10000-1004457916-S
http://jobboerse.arbeitsagentur.de/vam/vamController/
ReferenznummernsucheAS/anzeigeReferenznummernsuche

 

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8. Pinnwand

*** Expolingua Prag 2006
Termin: 10. und 11. November 2006
Hauptthemen der Messe sind unter anderem Minisprachkurse, Sprachtests, Lernen und Studieren im Ausland, die EU-Programme, Übersetzung und Interpretation sowie Computer-Assisted-Language-Learning:
http://www.expolingua.cz/

***Expolingua Berlin 2006
Termin: 17.-19. November 2006
Rund 150 Aussteller aus mehr als 20 Ländern präsentieren auf der dreitägigen Publikumsmesse ihre vielfältigen Angebote rund um das Thema Fremdsprachen. Zu den Ausstellern zählen u.a. Botschaften, Kulturinstitute, Verlage, Sprachschulen, Sprachreiseveranstalter, Austauschorganisationen und Anbieter von Sprachtests und Lernsoftware:
http://www.expolingua.com/Berlin/deutsch/index2.htm

*** Weiterbildung Educational Media
Das von der Universität Duisburg konzipierte Fernstudienprogramm wendet sich vor allem an Berufstätige aus der Bildungs- und Medienbranche, die sich mit der Konzeption, Realisierung und Implementierung von mediengestützten Lernszenarien beschäftigen möchten. Angeboten wird ein Masterprogramm (8 Semester) und ein Zertifikatskurs (6 Monate); Anmeldeschluss ist der 19. November:
http://mediendidaktik.uni-duisburg-essen.de/
onlinecampus

*** Qualitätssiegel für Sprachreisen
Das Deutsche Institut für Normung (DIN) hat zusammen mit namhaften Sprachreiseanbietern sowie Experten auf dem Gebiet der Sprachreisen die europäische Norm DIN EN 14804 erarbeitet. Sie umfasst neben dem eigentlichen Sprachunterricht auch alle weiteren Dienstleistungen wie z.B. Unterbringung, Betreuung und Freizeitprogramm:
http://www.dincertco.de/de/produkte_und_leistungen/
dienstleistungen/sprachreisen/index.php

*** Studie Jugend und Wirtschaft
In der vom Deutschen Bankenverband in Auftrag gegebenen Studie wurden 755 Bundesbürger im Alter von 14-24 Jahren zu ihren beruflichen Perspektiven, ihren Wirtschafts- und Finanzkenntnissen und zu ihren ordnungspolitischen Grundeinstellungen befragt:
http://www.bankenverband.de/pic/artikelpic/082006/
BdB_Jugendstudie2006.pdf

***5. Ausgabe von DIW@school erschienen
DIW@school liefert Unterrichtsmaterialien für den Wirtschafts- und Politikunterricht an allgemeinbildenden und berufsbegleitenden Schulen. Die Beiträge stammen von Mitarbeitern des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Berlin. Schwerpunkte der aktuellen Ausgabe: Ostdeutschland - enttäuschte Erwartungen, Währungsunion, EU-Agrarpolitik und der EU-Beitritt der Türkei:
http://www.diw.de/deutsch/produkte/publikationen/
school/aktuell/index.html

*** Kunstaktion: "Google will eat itself"
Bekannt wurde die Künstlergruppe "Übermorgen.com" durch eine satirische Webseite, die den Bürgern der USA während der Präsidentschaftswahl 2000 anbot, ihr Stimmrecht an den meistbietenden Kandidaten zu verkaufen. Nun haben sie sich Google vorgenommen:
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzkultur/
0,1518,435195,00.html

 

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Impressum

HERAUSGEBER

IIK Duesseldorf
Institut für Internationale Kommunikation in Zusammenarbeit
mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Universitätsstr. 1/23.31, 40225 Duesseldorf
Tel + 49 (0)211/81-15182
Fax: + 49 (0)211/81-12537
E-Mail: mailto:wirtschaftsdeutsch@iik-duesseldorf.de
Skype-Kennung: "IIK Duesseldorf"
WWW-Infos: http://www.iik-duesseldorf.de

Amtsgericht Düsseldorf, Vereinsregister-Nr. 7118
Finanzamt Düsseldorf-Süd: 106/5748/0866
Vorstand: Prof. Christine Schwarzer, Prof. Heiner Barz u.a.
Geschäftsführung: Dr. Matthias Jung

INTERNET-PLATTFORM

http://www.wirtschaftsdeutsch.de

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VERANTWORTLICH FUER DIESE AUSGABE i.S.d.P.

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